PIAB im Quartier gestartet

Am 01.01.2018 bereits gestartet gibt es neues Projekt im Stadtgebiet:

PiAB (Prozessbegleiter in Ausbildung und Beruf)

Angesiedelt an das AWO Migrationszentrum wird dieses Projekt, über die Deutsche Fernsehlotterie gefördert, eine ganz engmaschige Betreuung und Begleitung für arbeits- und ausbildungssuchende Migranten bilden. Unabhängig von ihrem Aufenthaltstitel, Alter oder Herkunft. Besonderes Augenmerk gilt dabei jugendlichen Migranten. „Wir möchten mit unserem Projekt Integrationshürden überwinden und mit individuellen Einzelfallbegleitungen eine erfolgreichere berufliche Integration für ausbildungs- und arbeitssuchende Migranten ermöglichen.“ – so die Leiterin der AWO, Gabriele Gröger.

In den letzten zwei Jahren unterlagen die Angebote auf dem Arbeits- und Integrationsmarkt einem ständigen Wandel. Diese Vielfalt ist natürlich eine wertvolle Ressource, jedoch kann sie mitunter auch für Überforderungsmomente sorgen. Genau dort knüpft ein PiAB an. In enger Zusammenarbeit mit Akteuren wie der Jugendberufshilfe, der Bundesagentur für Arbeit, dem Jobcenter, regionalen Arbeitgebern, der Handwerkskammern,… soll ein individuelles ganzheitliches Angebot für den Einzelfall entstehen. Bei Themen wie dem Schreiben einer Bewerbung wird zusammen mit dem Geflüchteten gearbeitet, da es meist schon an den entsprechenden Mitteln, wie einem Computer in den eigenen vier Wänden fehlt. Sobald es dann in die Tiefe geht, Vorstellungsgespräche und Praktika anstehen, ist der Prozessbegleiter sowohl Ansprechpartner als eben auch genau da: Begleiter. Wer hätte sich als Jugendlicher nicht jemanden gewünscht, der einem bei einem Gespräch mit einem potenziellen Arbeitsgeber den Rücken stärkt, Unsicherheiten nimmt und hilft, Ängste zu überwinden. Diese Momente sind auch für einheimische Jugendliche oft nicht leicht. Sobald dann noch eine Sprachbarriere dazu kommt, ist es umso schwieriger.

Mit dem aktuell bestehenden Fachkräftemangel ist dieses Projekt also ein vielversprechender Versuch, eben diesem entgegen zu wirken, da oft ausgebildete Fachkräfte nach Deutschland gekommen sind und hier bisher noch keine Chance hatten, sich zu beweisen.

 

 

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